Belastungsprüfung
Festigkeitsprüfung der neu verlegten Niederdruckleitung vor der Dichtheitsprüfung.
Handwerk.Schnelle Übersicht zu Belastungsprüfung, Dichtheitsprüfung, kombinierter Prüfung und Gebrauchsfähigkeitsprüfung – mit Prüfdruck, Prüfzeiten und Bewertung der Leckmenge.
Situation auswählen und eine kompakte Orientierung anzeigen lassen.
Die wichtigsten technischen Eckdaten auf einen Blick.
Festigkeitsprüfung der neu verlegten Niederdruckleitung vor der Dichtheitsprüfung.
Dichtheitsnachweis der Niederdruckleitung. Anpassungs- und Prüfzeit richten sich nach dem Leitungsvolumen.
Für Gasinstallationen im Mitteldruckbereich über 100 hPa bis einschließlich 0,1 MPa Betriebsdruck.
Leitungsvolumen eingeben oder die Tabelle direkt ablesen.
Das Volumen der zu prüfenden Leitungsanlage in Litern eintragen.
Erforderliche Zeiten nach der Volumenstaffel.
| Leitungsvolumen | Anpassungszeit | Mindestprüfdauer | Prüfdruck |
|---|---|---|---|
| unter 100 Liter | 10 Minuten | 10 Minuten | 150 hPa |
| ab 100 bis unter 200 Liter | 30 Minuten | 20 Minuten | 150 hPa |
| ab 200 Liter | 60 Minuten | 30 Minuten | 150 hPa |
Leckmenge eingeben und die Einstufung nach dem DVGW-Prüfprotokoll anzeigen lassen.
Weitere Mängel müssen unabhängig von der Leckmenge fachlich berücksichtigt werden.
Leckmenge eingeben. Die Anzeige unterscheidet unbeschränkte, verminderte und keine Gebrauchsfähigkeit.
| Gasleckmenge | Bewertung | Erforderliche Maßnahme |
|---|---|---|
| unter 1 l/h und keine weiteren Mängel | Unbeschränkt gebrauchsfähig | Keine Maßnahme allein aus der Leckmengenbewertung; weitere Mängel gesondert beurteilen. |
| ab 1 l/h bis unter 5 l/h | Vermindert gebrauchsfähig | Leitungsanlage innerhalb von 4 Wochen instand setzen. |
| ab 5 l/h | Keine Gebrauchsfähigkeit | Unverzüglich außer Betrieb nehmen und instand setzen. |
Vereinfachte Orientierung aus den DVGW-Übersichten zu Erstellung, Inbetriebnahme und Instandsetzung.
| Arbeitssituation | Typische Prüfung | Zusätzliche Kontrolle | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Neuverlegte Niederdruckleitung | Belastungsprüfung und Dichtheitsprüfung | Dichter Verschluss, Verwahrung, Entlüftung und nicht erfasste Verbindungsstellen | TRGI-Abschnitte der Erstellung und Inbetriebnahme vollständig beachten. |
| Stillgelegte Leitung vor Wiederinbetriebnahme | Dichtheitsprüfung | Dichter Verschluss, Verwahrung, Entlüftung und nicht erfasste Verbindungsstellen | Leitung und angeschlossene Anlagenteile fachlich prüfen. |
| Geänderte oder instandgesetzte Leitung | Dichtheitsprüfung | Gebrauchsfähigkeitsprüfung an möglicherweise undicht gewordenen Abschnitten und Sichtprüfung | Arbeitsumfang entscheidet über die konkrete Vorgehensweise. |
| Kurzer Leitungsabschnitt | Je nach Fall Sichtprüfung der neuen Verbindungen | Schaumbildendes Mittel oder geeignetes Gasspürgerät | Nur bei bis zu drei zugänglichen Formteilen in Leitungen geringer Länge. |
| Bestehende betriebene Leitung | Gebrauchsfähigkeitsprüfung / Leckmengenmessung | Sichtkontrolle von Leitung, Halterung, Korrosion und Absperreinrichtungen | Das Ergebnis beschreibt den momentanen Anlagenzustand. |
Technische Eckpunkte, die bei der praktischen Prüfung nicht fehlen dürfen.
Für die Druckprüfungen werden Luft oder Inertgase wie Stickstoff eingesetzt. Leitungsöffnungen sind mit geeigneten metallenen Stopfen, Kappen, Steckscheiben oder Blindflanschen sicher zu verschließen.
Bei der Belastungsprüfung müssen eingebaute Armaturen für den Prüfdruck geeignet sein; andernfalls sind sie auszubauen. Bei der Dichtheitsprüfung sind die Armaturen eingebaut. Gasgeräte, Druckregelgeräte oder Zähler dürfen nicht unzulässig mit dem Prüfdruck beaufschlagt werden.
Vor Beginn der eigentlichen Prüfzeit muss sich der Prüfdruck temperaturbedingt stabilisieren. Bei der Niederdruck-Dichtheitsprüfung richtet sich die Anpassungszeit nach dem Leitungsvolumen; bei der kombinierten Mitteldruckprüfung sind etwa drei Stunden Temperaturausgleich vorgesehen.
Prüfmedium, Betriebs- und Prüfdruck, Prüfzeit, Leitungsabschnitt, Ergebnis, Datum und verantwortlicher Prüfer sollten nachvollziehbar dokumentiert werden. Für die Gebrauchsfähigkeitsprüfung ist die ermittelte Leckmenge festzuhalten.
Weiterführende DVGW-Informationen und Prüfprotokolle.